K

 

Kaliber

Innendurchmesser des Laufes (Bore); nach CIP das Feldmass. Dies entspricht nicht dem (grösseren) Aussendurchmesser der Geschosse. Bei GK-Pistolen ist die Einheit meist in Millimetern (6 BR, 7 GJW), bei Revolvern häufig in Inches  (.357 Magnum, .445 Gates). Die Masse sind allerdings nur Richtwerte. So sind die 7mm-Geschosse 7,20 mm dick und die .44 Magnum nicht .44 inches, sondern .429 in. Die Kaliber .38 Spezial und .357 Magnum messen beide .357 inches im Durchmesser, und  die .445 Super Mag ist genauso dick wie eine .44 Magnum.

Keith, Elmer

Amerikanische Schützen- Legende. Elmer Merrifield Keith wurde am 8. März 1899 in Hardin, Missouri geboren. Er war Cowboy, Jäger, Trickschütze und veröffentlichte viele Artikel über Waffen und schiessen. Seine Lieblingswaffe war ein Colt SAA mit 5 in.-Lauf in .44 Spezial. Die Visierung hatte er für weite Schüsse modifiziert. Seine Treffer damit auf Distanzen von 300 bis 650 Meter sind fast unglaublich. Er beschrieb seine Erlebnisse in dem Buch ”Hell, I was there!” und im Standardwerk ”Sixguns by Keith”. Er war die treibende Kraft hinter der Entwicklung der Patrone ”.44 Magnum” und liess die .357 Mag. gerade noch gelten. Da er meist in der Creedmoor- Stellung schoss, kann man ihn als würdigen Vorläufer des Silhouetten- Schiessens ansehen, auch wenn er sich immer vor einem Silhouetten- Wettkampf drückte. Keith starb am 14. Februar 1984 in Boise, Idaho. 

Kemira     

Finnischer Konzern, siehe VihtaVuori.

Kilbourn, Lyle

Bekannt durch seine 1940 eingeführte Patrone ”K-Hornet”. In der Contender- Pistole wurde das Kaliber erstmals kommerziell eingesetzt. In der Silhouetten- Szene sorgte jedoch erst 1993 die Schweizer Nationalmannschaft mit zwei Klassensiegen an der Europameisterschaft in Finnland mit Wüthrich- Kipplaufpistolen für ein Remake dieser Patrone. Nach dem Gewinn der Bronce- Medaille mit 34/40 Treffern am Worldcup 95 in Kongsberg durch den Schweizer G.J. Wasser, erzielte die neu aufgelegte Wüthrich- Pistole in diesem Kaliber  den Durchbruch.. Der Erfolg lag vor allem an den schweren Nosler- Geschossen und dem darauf abgestimmten Laufdrall. Daraus resultiert eine weit geringere Windempfindlichkeit als bei anderen Kalibern in der Feldpistolen-Disziplin. Da für die K-Hornet keine genauen Abmessungen definiert waren, trug das Beschussamt Prag Ende ´98  die Variante, die Guido J. Wasser in seiner Wüthrich- Pistole schoss unter der Bezeichnung ”.22 Picra” bei der CIP ein. Die Hülse hat rund 40 % mehr Pulverraum als die der üblichen .22 Hornet.

King Tube

Visierung von Richard und Vicky King. In einem Rohr werden hinten eine Kimme und vorne ein Korn montiert. Natürlich sind auch andere Zielmittel wie Diopterscheiben mit Fadenkreuz etc. möglich. Das Rohr wird vorne fest und hinten auf einem Kreuzsupport montiert. Damit erfolgt die Regulierung und die ganze Visierung ist vor Sonne und Regen geschützt. Die Kings sind Silhouetter der ersten Stunde mit den IHMSA-Nr. 75 und 75 W. 
(King´s Armory, 3005 Monties Lane, Arlington, Texas 76015 USA. Tel.:001-817/265-0118)

KK

Kleinkaliber, engl. ”small bore”. Beim Silhouetten- Schiessen sind dabei die Patronen mit Randfeuer- Zündung ”.22 l.r. (.22 lfB)”, ”.22 long” und ”.22 kurz” gemeint. Der Geschossdurchmesser ist einheitlich 5,6 mm (0.22 inches) und der Zünder nicht ersetzbar. Dadurch ist ein Wiederladen der Hülsen kaum möglich und unsinnig. Nur in den KK-Disziplinen dürfen obige Patronen benutzt werden. Zentralfeuer- Patronen sind unabhängig vom Geschoss- Durchmesser - bei KK-Wettkämpfen verboten. In der Schweizer Armee ist die Definition anders: Kleinkaliber (small arms) ist alles, was Geschosse bis zum Kaliber 12,7 mm (.50 in.) verschiesst. Allerdings wird schon ab Kaliber 6,2 mm eine Ausfuhr- Genehmigung verlangt.

Kneubuehl, Beat P.

Schweizer Ballistiker und Mathematiker. Geboren 1944, seit 1974 bei der Gruppe für Rüstungsdienste in der Abteilung ”Ballistik, Waffen und Munition” in Thun. Autor zahlreicher Fachpublikationen, und seit mehr als 10 Jahren Betreuer der Ballistik- Rubrik im Internationalen Waffenmagazin. 1982 erschien das Gemeinschaftswerk mit Karl Sellier aus Bonn ”Wundballistik und ihre ballistischen Grundlagen” (1994 engl.) und später das eigenständige Werk ”Geschosse - Ballistik, Treffsicherheit, Wirkungsweise”. 1998 promovierte Kneubuehl zum Dr. sc. forens. Zusammen mit seinem Sohn stellte er 2000 die Version 3.11 seines Aussenballistik- Programmes vor sowie die zweite Auflage des Buches „Wundballistik“, das er stark überarbeitet hatte. 
(k-bit, Postfach 760, CH-3607 Thun)   mail@kneubuehl.com

Knezmost

Kleines Dorf  in der tschechischen Republik, nordöstlich von Mlada Boleslav, an der Autobahn zwischen Dresden und Prag. Auf dem Gelände der Ziegelei entstand zur WM´97 ein grosszügiger Silhouetten- Schiessplatz mit modernem Hotel und Restaurant. Die Schützenlager sind gedeckt und die Widder- Distanz beträgt 185 m. Gehörte bis Ende 98 dem Erbauer Petr Bardon. Kann gemietet werden. 
(Hotel Strelnice, Vcihelne 164, CZ-294 02 Knezmost, 
Tel: 00420-329-784 -151, Fax -152).