S

 

SA

Single Action. Bei SA- Revolvern muss zuerst der Hahn gespannt werden, der die Trommel transportiert. Erst danach kann mit dem Abzug ausgelöst werden.  Dieser kann sehr fein eingestellt werden. Auch DA- Revolver können in ”single action” geschossen werden, um eine höhere Präzision zu erreichen.  SA- Revolver haben meist eine fest montierte Trommel, die nicht ausgeschwenkt werden kann. Dadurch wird zwar die Festigkeit erhöht, jedoch muss - über eine Ladeklappe - jede Patrone einzeln geladen werden. Typische Vertreter: Ruger Blackhawk, Casull, Seville, Winston. Seltsamerweise ist die Ladeklappe bei SA- Revolver fast ausschliesslich auf der - für Rechtshänder ungünstigen -rechten Seite angeordnet. Dies soll auf Samuel Colt und Bill Ruger zurückgehen, beides Linkshänder!

SAAMI

CIP, jedoch ohne Gesetzeskraft, da sie eine Interessen- Gemeinschaft der Hersteller ist. Da in den USA kein verbindlicher Maximaldruck bei Patronen definiert wird, existiert dort auch kein Beschuss. 
(SAAMI, 11 Mile Hill Road, Newton, CT 06470-2359, 
Tel.: 001- 203-426-4358).

SARDEC

Swiss Acoustic Research & Development Engineering Company. Schweizer Aktiengesellschaft, gegründet 1977, von einem Bayer, einem Niederländer und einem Schweizer, um Spezialisten der Schwingungsphysik für globale Projekte zu koordinieren. Bekannt durch den Lautsprecher- Monitor ”CH-2” für die Produktion der CD, vorgestellt auf der AES- Convention 1982. 1993 wurde eine Production- Pistole mit Zylinderverschluss aus Titan und schwingungsoptimiertem Lauf vorgestellt. Diese wurde jedoch erst 1998 produziert. Projektleiter war der Physiker S.H. Goldstein. Die Firma ist führend bei der Berechnungen von Laufprofilen. Die Aussenkonturen bei Waffen von Picra und Rhöner stammen von ihnen. 1997 entwickelten sie eine Mündung, die weniger Verwirbelungen erzeugt. Diese wurde bei Picra auch eingesetzt. info@sardec.com

Schallgeschwindigkeit

Die Schallgeschwindigkeit ist temperatur- und druckabhängig und beträgt in der Luft rund 330 m/s. In festen Medien kann sie ein Mehrfaches betragen. Geschosse sollten ihren gesamten Weg ins Ziel oberhalb dieser Geschwindigkeit zurücklegen, oder mit geringerer Geschwindigkeit starten. Die sogen. ”Schallmauer” stört den Geschossflug, was sich nachteilig auf die Präzision auswirkt. Revolver- Geschosse mit ihrem hohen Luftwiderstand verlassen den Lauf meist mit Geschwindigkeiten um 450 m/s, um mit weniger als 300 m/s beim Widder aufzutreffen. Beim Durchfliegen des Transschall- Bereiches treten Instabilitäten auf, welche die ballistische Bahn stören. Deshalb ist die Präzision bei traditionellen Silh.- Revolvern deutlich schlechter als bei Pistolen. Ausnahme: Supersonic- Revolver.

Sierra

Geschosshersteller, 1947 in Kalifornien  von Frank Snow, Jim Spivy und Loren Harbor gegründet. 1990 Umzug aus dem erdbebengefährdeten Kalifornien nach Sedalina, Missouri. In den Pistolen-Disziplinen werden häufig die sogen. Match- King- Geschosse eingesetzt. Den günstigsten B.C. erreicht das 168 gr. schwere 7 mm Geschoss Nr.1930. 
(Sierra Bullets, 1400 West Henry Street, Sedalina, 
MO 65301 USA, Tel.:001-816/827-6300, Fax: -4999)

SIG

Schweizerische Industrie Gesellschaft am Rheinfall. Hersteller der bekannten 210er-Pistole von 1948 und Entwickler der Patrone ”.357 SIG”. Letztere basiert auf einer Konstuktion von Horst Grillmayer
(SIG, Industrieplatz 1, CH-8212 Neuhausen, 
Tel.: 053- 217 61 11, Fax-21 66 01).

SM

Sportwaffen und Munition; siehe Rhöner Sportwaffenfabrik

SM

Schweizer Munitionsunternehmungen mit Sitz in Thun. 1994 Zusammenschluss der Staatsbetriebe: Munitionsfabrik Thun, Pulverfabriken Wimmis, Altdorf und Aubonne zu einem privaten Konsortium. Hersteller der Silhouetten- Patronenhülse ”7x49 GJW”sowie der Basishülsen für die .300 WP und .450 GJW. (SM, Allmendstr. 74, CH-3602 Thun, Tel.:033-28-1111,            Fax-4511).

Speer

Geschosshersteller, gegründet von Vernon Speer in den frühen 40er-Jahren. Sein Sohn Ray leitete das Unternehmen von 1952 bis 1975, als die Omark Company die Firma übernahm. Schon 1954 erschien das erste Wiederlade- Handbuch, das heute in 12. Auflage mit 650 Seiten erscheint. Vernon Speer starb im Dezember 78 im Alter von 76 Jahren.  
(Speer, 2299 Snake River Avenue, Lewiston, Idaho, 83501 USA, Tel.:001-  $$ )

Stahl

Nach DIN 17006 alles ohne Nachbehandlung schmiedbare Eisen (Fe). Wird für Waffen meist als Legierung (für höhere Festigkeit) verwendet. Spezifisches Gewicht 7,85 g/ccm. Gegen Rost wird brüniert, vernickelt oder verchromt, selten Nitride (goldfarbenes Titaniumnitrid) mit Sputtertechnologie im Vakuum aufgedampft, da gegen Elektrokorrosion weiche Zwischenschichten erforderlich sind. Rostträge Stähle entstehen durch Legieren mit Nickel, Chrom, Molybdän etc. (CrNiMo). Die Metallsilhouetten werden aus sogen. Panzerplatten hergestellt. Üblich ist ”Dillidur 400” mit einer Härte von 400 BH und einer Zugfestigkeit von 1350 N/qm, das sich bei Raumtemperatur schweissen lässt. 

Stoklossa, Siegfr. G

Hersteller ungewöhnlicher Geschosse. Für Silhouetten- Revolver bietet er das ”G”- Geschoss an, das durch revolutionäres Design deutlich weniger Luftwiderstand als die normalen ”Stumpfnasen” hat. Im Kaliber .44 Magnum lässt sich mit einem B.C. von knapp 0.25 rechnen, wodurch die gesamte Wettkampfdistanz im Überschallbereich zurückgelegt wird. Optimiert ist das Geschoss auf die Trommeln von Casull und Ruger, sowie die SuperMag´s von Dan Wesson. Siehe DWJ 6/96. 
(Projektilschmiede, Bahnhofstr.22, D-89168 Niederstotzingen, Tel.:07325/7278: Fax: 7168)

Super Mag

Patronenentwicklungen von Elgin T. Gates mit einer Hülsenlänge von 1.6 inches. Die bekanntesten sind .357 SM, .375 SM, .445 SM und 7 SM, alle für Revolver mit einer Trommellänge von 2.3 inches (Dan Wesson, Ruger, Seville). Die Super Mag´s haben rund das doppelte Pulvervolumen wie deren Basis, die Magnums. Die .357 SuperMag wird von Remington hergestellt mit Bodenstempel .357 Maximum und die 44er-Variante nach Gates Tod .445 E.T. Gates genannt.

Supersonic

Überschall (siehe Schallgeschwindigkeit). Auch Typenname für einen Revolver, den Picra seit Mitte 1999 herstellt. Dieser verschiesst das Kaliber ".300 WP", das von G.J. Wasser entwickelt wurde und dessen Projektil sich bis weit über 200 m oberhalb der Schallmauer bewegt. Die Windempfindlichkeit liegt bei lediglich 1/3 von üblichen Revolver-Kalibern. Ivo Picek schoss damit beim ersten Einsatz an der WM 2000 das höchste Ergebnis im Stechen, wurde jedoch nicht Weltmeister, da die Waffe noch nicht lange genug auf dem Markt war und somit die Production- Bestimmungen noch nicht erfüllte. Laut IMSSU gilt sie jedoch ab 2001 Serienwaffe 
(Bericht in IWM 6/7-2000 und Caliber Juli-2000).

S & W

Smith & Wesson. Bekannt für Revolver, jedoch in der Silhouetten-Szene praktisch unbedeutend.

ß

Altdeutsche Kombination der Buchstaben "s" und "z" und als "scharfes S" bezeichnet. Wird nur noch in Deutschland benutzt. In anderen deutschsprachigen Ländern ersetzt durch "ss". Existiert ausschliesslich als Kleinbuchstabe. Bei Grossbuchstaben als "SS" geschrieben. Da dies nicht allgemein bekannt ist, steht bei mir ein Pokal mit der Gravur "SILHOUETTEN-SCHIEßEN".